Ausflug zu den Bienenfressern

Exkursion

Am 30.Mai 2017 hat der Nabu-Barleben wieder eine Exkursion zu den Bienenfressern in Meizendorf organisiert. Unsere Gäste waren 10 Schüler einer zweiten Klasse aus Hermsdorf. Sie wurden begleitet von einer Mutti und Rolf Zimmermann.

Evi, Olga, Ortwin und Michael waren von Seiten des NABU-BARLEBEN vertreten und führten die Gruppe Wissbegieriger zu den Bienenfresserbeobachtungswänden. Eine der beiden Wände befindet sich zwar noch in der Phase der Restaurierung, konnte aber von den Kindern trotzdem schon genutzt werden, da die Höhe der unfertigen Wand in einem optimalen Verhältnis zur Körpergröße der Zweitklässler stand.

Technik zur Beobachtung

Rolf hatte glücklicherweise diverse handliche Ferngläser mitgebracht. Diese stellten eine optimale Ergänzung zu den von uns mitgebrachten zwei Spektiven dar. Nachdem wir den Kindern erklärten, daß die Bienenfresser sehr scheue Vögel und daher sehr lärmempfindlich sind, ging es in mehr oder weniger geordneter Formation an die Beobachtungspunkte.

Die Kinder waren von der Farbenpracht der Bienis absolut beeindruckt, und die Spektive mußten Schwerstarbeit leisten. Die Kinder stellten natürlich viele Fragen, die wir hoffentlich einigermaßen fachgerecht beantwortet haben. Besonderes Unverständnis rief der Umstand hervor, daß die Bienenfresser auch Bienen und Hummeln fressen, welche auch bei Kindern dieser Altersstufe schon als nützliche Bestäuber bekannt sind. Als sie nun noch vernehmen mußten, daß auch Libellen und Schmetterlinge auf ihrem Speiseplan stehen, hatten die Bienenfresser einige Freundschaftspunkte bei den Kindern eingebüßt. Diese wurden aber immer wieder durch ihre wunderschöne Färbung wettgemacht.

Wir hatten auch das Glück, an diesem Nachmittag einen regen Flugverkehr von schätzungsweise 20 Vögeln beobachten zu können. Zeitweise waren im Bildfeld des Spektivs drei bis fünf auf Warten sitzende Bienenfresser zu beobachten.

Versorgungslage – gut

Ein Wermutstropfen an diesem Nachmittag war lediglich das tropische Klima. Das machte den Kindern nach einiger Zeit doch etwas Probleme. Es waren aber genügend Getränke und Knabbereien vorhanden, so daß die leeren Akkus immer wieder neu aufgetankt werden konnten und die kleinen Forscher doch tapfer 90 Minuten durchhielten.

Nachdem die meisten Kinder der Meinung waren nun genau zu wissen, wie Bienenfresser aussehen, wendeten sie sich einer anderen spannenden Beschäftigung zu, dem Sammeln von Stöcken, welche in der unfertigen Beobachtungswand verbaut werden können. Das bedeutete für die Erwachsenen wieder, den Lärmpegel zu minimieren, was auch den Umständen entsprechend gut gelang.

Nicht aus der Ruhe zubringen

Die Bienis schienen sich noch an unsere vorjährige Exkursion zu erinnern, und dass ihnen damals nichts Böses widerfuhr. So waren sie doch recht unbeeindruckt von unserem „Flohhaufen“. Leider waren außer ein paar Blässhühnern keine weiteren Tiere zu entdecken. Traurig war wieder einmal, dass lediglich ein Bläuling aufkreuzte und ansonsten keinerlei Schmetterling zu betrachten waren. Die Kinder waren auch insbesondere auf einen Biber gespannt, den wir ihnen ebenfalls nicht an dieser Stelle bieten konnten.

Schlußendlich war es mit Sicherheit ein bleibendes Erlebnis für die Kleinen, von dem sie sicherlich ihren Freunden berichten werden. Auch uns Erwachsenen hat dieser Nachmittag viel Freude bereitet, wenngleich die Schwüle unsere alternden Körper doch einigermaßen gefordert hat. Aber die strahlenden Kinderaugen waren ein wunderschöner Lohn für uns.

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